Hinweise zur Abgaben von Frischsamen

Alle Deckstellenvorsteher sind Besamungswarte und können auf den Deckstellen Frischsamen ohne zusätzliche Besamungsgebühr übertragen.

Der Samen wird an Besamungsstationen, Tierärzte, Fachagrarwirte für Besamungswesen, Besamungsbeauftragte oder sog. Eigenbestandsbesamer ausgeliefert. Diese dürfen den Samen im Auftrag der o.g. Besamungsstationen nur für diejenige Stute verwenden, die im begleitenden Samen-Verwendungsnachweis aufgeführt ist. Ist die Samenübertragung für die vorgesehene Stute aus irgendeinem Grund nicht möglich, darf der Samen ohne ausdrückliche Zustimmung der Besamungsstation nicht an eine andere Stute versamt werden.

Von den in der Frischsamenübertragung eingesetzten Beschälern geben die Besamungsstationen nach Zahlung der festgesetzten Gebühr Frischsperma zur Samenübertragung auch außerhalb der Besamungsstationen in Züchterställe ab. Der Samen kann auf Anforderung im Auftrag der Tierärzte/Besamungsbeauftragten von der Besamungsstation abgeholt oder per Eilsendung durch die Post oder andere Transportunternehmen auf Kosten und Risiko des Stutenbesitzers zugesandt werden.

Ab dem 1. März 2016 ist für den Samentransport zu den Deckstellen des NRW Landgestüts zusätzlich ein Kurierdienst beauftragt, der gewährleistet, dass der gewonnene Frischsamen durch ein Transportunternehmen noch am selben Tag (nicht an Sonn- und Feiertagen) zu den Deck- und Besamungsstationen des NRW Landgestüts ausgeliefert wird.
Hierfür wird eine Kostenpauschale in Höhe von 70 € je Stute, die bis zu vier Transporte zu der jeweiligen Deckstelle umfasst, berechnet.
Sollte eine Stute mehr als vier Besamungen benötigen, so sind ab der fünften Besamung Transportkosten in Höhe von 25 € pro Lieferung zu zahlen.

Für Hofbesamungen wird je Besuch eine Kostenpauschale inklusive Fahrtkostenanteil nach folgender Staffelung erhoben:

                      • bis 15 km einfache Entfernung 10,00 €
                      • bis 30 km einfache Entfernung 20,00 €
                      • bis 50 km einfache Entfernung 30,00 €
                      • ab 50 km einfache Entfernung je gefahrenem Kilometer 0,30 €


Die Besamungsstation stellt gegen Zahlung des Kaufpreises (derzeit 5 €) einen Transportcontainer zur Verfügung. Dieser ist durch die Isolierverpackung in der Lage, die geforderte Temperatur für Frischsamen für eine gewisse Zeit zu gewährleisten. Die Versandkosten für den Behälter werden gesondert berechnet.

Die Abgabe des Frischsamens aus der Besamungsstation erfolgt auf Kosten und Risiko des Käufers. Die Kühlkette von + 5° C darf bis zur Versamung nicht unterbrochen werden. Sofort nach Ankunft beim Empfänger ist der Transportcontainer mit dem Frischsamen bis zur Versamung im Kühlschrank (nicht Kühltruhe !) zu lagern. Es ist anzustreben, den Samen binnen 24 Stunden nach seiner Gewinnung zu versamen. Dadurch ist eine möglichst frühe Anmeldung des Samenbedarfs bei der Besamungsstation notwendig.

Mit dem Samen wird pro Portion jeweils ein Besamungsauftrag/Samenverwendungsnachweis abgegeben. Die Besamungsstation verpflichtet den Tierarzt/Besamungsbeauftragten/sog. Eigenbestandsbesamer, die untere Hälfte dieser Nachweise vollständig auszufüllen und umgehend an die Besamungsstation zurückzusenden.

Züchter, die vom Pferdezuchtverband für ihre Stute einen vorbereiteten "Deckschein und Deckgeldquittung" erhalten haben, senden diesen zur Eintragung der Besamungsdaten ebenfalls umgehend an die o.g. Besamungsstationen. Nach Eintragung der Besamungsdaten geht der Deckschein an den Stutenbesitzer zurück.