Die Pferdebranche ist in einem stetigen Wandel. Die Ansprüche, die heutzutage von Seiten der Pferdebesitzer und Reitschüler an Berufsreiter gestellt werden, sind über die Jahre gewachsen. Somit war es nur eine Frage der Zeit bis die Meisterprüfung 2016 einer Neuverordnung unterzogen wurde und nun praxisorientierter ist.

Der Meistertitel ist die höchstmögliche Qualifikation für Pferdewirte. Seit Jahrzehnten wird in der Deutschen Reitschule die Abschlussprüfung in der Fachrichtung „klassische Reitausbildung“ abgenommen.

Die angehenden Meister müssen zwei Arbeitsprojekte durchführen und abschließend vorstellen. Ein Projekt muss sich mit der Ausbildung von Pferden oder Reitern befassen und mindestens den Ansprüchen der Klasse L oder höher genügen.

Nicht mehr Prüfungsrelevant werden das Absolvieren einer Dressur- sowie einer Springprüfung der Klasse M sein. Jedoch muss je nach disziplinspezifischem Schwerpunkt des Arbeitsprojektes das Springen oder die Dressurarbeit auf einem niedrigen Niveau mit einfließen.

Ein Jahr lang müssen die angehenden Meister mit ihrem Projekt befassen und die Entwicklung dokumentieren und auswerten. Insgesamt finden 16 mehrtägige Module statt. Dabei findet der praktische Teil in der Deutschen Reitschule in Warendorf statt. Neben der Möglichkeit den Zwischenstand der Projektarbeit zu präsentieren stehen hier auch fachspezifische Themen, wie Pferdehaltung, -einsatz und -zucht auf den Stundeplan.

Der Part der sich mit den Bereichen Betriebs- und Unternehmensführung sowie Berufsausbildung und Mitarbeiterführung befasst wird wie bisher im Bildungszentrum in Münster stattfinden. Hier setzt auch das zweite Projekt an, welches sich über sechs Monate erstreckt und mit einem betriebswirtschaftlichen Thema befassen soll.