Alle Deckstellenvorsteher besitzen die Qualifikation als Besamungswarte und können im Auftrag der Besamungsstationen des NRW Landgestüts auf den Deckstellen Übertragungen von Frischsamen ohne zusätzliche Besamungsgebühr vornehmen.

Der Samen wird an Besamungsstationen, Tierärzte, Fachagrarwirte für Besamungswesen, Besamungsbeauftragte oder sog. Eigenbestandsbesamer ausgeliefert. Diese dürfen den Samen im Auftrag der o. g. Besamungsstationen nur für die im Samenverwendungsnachweis aufgeführten Stuten verwenden. Besamungsbeauftragte und sog. Eigenbestandsbesamer sind verpflichtet einmalig vor der ersten Samenauslieferung der Besamungsstation den Nachweis der bestandenen Prüfung als Fax, Mail oder Kopie zur Verfügung zu stellen.

Ist die Samenübertragung für die vorgesehene Stute aus irgendeinem Grund nicht möglich, darf der Samen ohne ausdrückliche Zustimmung des Landgestüts nicht an eine andere Stute versamt werden.

Von den in der Frischsamenübertragung eingesetzten Beschälern gibt das Landgestüt nach Zahlung des festgesetzten Deckgelds Frischsperma zur Samenübertragung auch außerhalb der jeweiligen Besamungsstationen in Züchterställe ab. Der Samen kann auf Anforderung

im Auftrag der Tierärzte/Besamungsbeauftragten von der jeweiligen Besamungsstation abgeholt oder per Eilsendung durch die Post oder andere Transportunternehmen auf Kosten und Risiko des Stutenbesitzers zugesandt werden.